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Lernen und Familie
Halbjahresinformation: Was jetzt hilft und was nicht
Anfang Februar gibt es in Baden-Württemberg die Halbjahresinformation. Fällt sie schlechter aus als erhofft, ist die Enttäuschung oft auf beiden Seiten groß. Dabei ist sie vor allem eines: ein Zwischenstand, mit dem sich noch viel anfangen lässt.

- Die Halbjahresinformation kommt in der Regel zwischen dem 1. und 10. Februar 2027, den genauen Tag legt die Schule fest.
- Sie darf Noten mit Plus und Minus und halbe Noten enthalten, anders als das Jahreszeugnis.
- Erst zuhören, dann gemeinsam einordnen, dann nach vorn schauen.
- Von Vorwürfen und Strafen raten Psychologinnen und Psychologen ab.
Was in der Halbjahresinformation steht
Sie informiert schriftlich über die Leistungen in den einzelnen Fächern. Erlaubt sind ganze Noten, Noten mit Tendenz, also Plus oder Minus, und halbe Noten. Hat sich das Leistungsbild deutlich verändert, kann die Schule ergänzende Hinweise geben. Und wenn ein Gespräch mit einer Lehrkraft angebracht erscheint, steht ein Hinweis darauf in der Halbjahresinformation.
In der Grundschule gibt es Noten erst ab Klasse 3. In der vierten Klasse kommt die Halbjahresinformation zusammen mit der Rückmeldung für den weiteren Bildungsweg bis zum 5. Februar 2027, mehr dazu im Beitrag zu Kompass 4. In Abschlussklassen gibt es statt der Halbjahresinformation ein Halbjahreszeugnis, halbe Noten sind dort nicht vorgesehen.
Wie Sie mit Ihrem Kind darüber sprechen
- Erst zuhören. Lassen Sie Ihr Kind erzählen, wie es selbst die Noten sieht, bevor Sie bewerten.
- Gemeinsam einordnen. Die Halbjahresinformation ist ein Zwischenstand. In Ruhe nach den Ursachen suchen, die richtigen Schlüsse ziehen und dranbleiben, so rät es auch das bayerische Kultusministerium.
- Fortschritte sehen. Auch hinter einer Drei oder Vier kann ein Fortschritt stecken. Sprechen Sie ihn an.
- Zuversicht zeigen. Ein Satz wie „Das stehen wir gemeinsam durch“ hilft mehr als jede Moralpredigt.
- Nach vorn schauen. Klären Sie mit der Lehrkraft, wo zuerst geübt werden sollte.
- Keine Strafen. Psychologinnen und Psychologen raten davon ab, weil Vorwürfe und Strafen den Druck erhöhen und die Motivation senken.
Wo Sie Unterstützung finden
Erste Ansprechpartner sind die Lehrkräfte. Bei größeren Sorgen beraten die schulpsychologischen Beratungsstellen des Landes, kostenlos und ohne Vermittlung, Sie können sich direkt melden. Und wenn fehlende Grundlagen der Grund sind, sind wir für Sie da.
Ein Halbjahr reicht, um viel aufzuholen
Kommen Sie mit Ihrem Kind auf eine kostenlose Probestunde vorbei. Wir schauen gemeinsam, wo die Lücken liegen.
Probestunde vereinbaren- Notenbildungsverordnung Baden-Württemberg, §§ 3 und 4.
- Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: Halbjahresbilanz als wichtiges Feedback, Pressemitteilung vom 13.02.2025, www.km.bayern.de.
- news4teachers: Nicht nur die Noten sehen. Was eine Psychologin am Zeugnistelefon Eltern rät, 20.06.2016, www.news4teachers.de.
- Berliner Zeitung: Zeugnisse, Tipps für Eltern, 08.07.2026, www.berliner-zeitung.de.
- Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg: Schulpsychologische Beratungsstellen.
